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Die Kapelle zu Basberg

Die Siedlung Bansberg, die 1651 laut Rechnungsbuch 7 Familien zählte, war schon 1591 im Besitz einer Kapelle; so dass der Pastor trotz reformatorischer Auswirkungen in Lissendorf, den kath. Gottesdienst in Bansberg aufrecht erhalten konnte.
Der Standort der alten Kapelle war dort, wo heute das Haus, von ehemals der Fam. Ludwig Pickartz steht. Heute ist das Gebäude im Eigentum von Gaby Schreiber. Der Hausname ist heute noch „Kirchen“.
Das Kapellenbuch beginnt am 16.10.1706. Es wurde von Pastor Karl Hoffmann angelegt. Pastor Hoffmann war gebürtig aus dem Pittech-Hof zu Lehnerath. Er war von 1695 bis 1743 Pastor zu Lissendorf.
Damit der Pastor alle 14 Tage in Gönnersdorf und Basberg das hl. Messopfer feierte, erhielt er von Prüm 3 Malter Hafer. Im Jahr 1820 betrug der Kapitalstock der Kapelle 1526 Frs. Im Jahr 1862 waren es 649 Taler und 1901 hatte sie einen Bestand von 3593 Mark.
Kapellenpatronin war im Jahre 1719 die Heilige Magdalena und heute der Heilige Eligius. Im Jahr 1830 war die alte Kapelle im Besitz eines Kapitals von 407 Rthl. und einer Glocke aus dem Jahr 1720.
Da 1847 die Kapelle sehr baufällig war, wurde am 17.4.1849 ein Neubau von Trier genehmigt und ausgeführt. Auf dem Türsims der Kapelle ist die Jahreszahl 1849 vermerkt. Jedoch feierte man laut Schulchronik im Jahr 1946 das hundertjährige Bestehen der Kapelle. Auch im Buch „Kunstdenkmäler der Kreises Daun“ von Ernst Wackenrodder ist das Erbauungsjahr mit 1846 angegeben.
Am 20. August 1863 lieferte August Mark aus Brockscheid für eine umgegossene Glocke eine neue mit einem Gewicht von 291,5 Pfund und dem Ton „E“. Die Inschrift dieser Glocke lautete: „Magdalena durch dein Zähren wolltest alles Unheil von uns abwehren.“
Heute wird der Heilige Eligius als Patron verehrt, während 1719 noch die hl. Magdalena als Patronin vermerkt ist. Die Inschrift der ersten Glocke aus dem Jahre 1720 deutet darauf hin. Am 2.7.1904 kam eine zweite Glocke mit dem Ton „fis“ und einem Gewicht von 190 Pfund dazu.
Eine Glocke wurde im 1. Weltkrieg und die zweite Glocke im 2. Weltkrieg abgeliefert. 1944 lieferte die Glockengießerei Mark eine Ersatzglocke aus Stahl. Im Spätsommer 1946 mussten 3 Fenster der Kapelle Basberg, die durch Kriegseinwirkungen beschädigt waren, repariert werden. Als Auswirkung des Zweiten Vatikanischen Konzils bekam die Kapelle 1963 einen neuen Selebrationsaltar, in den die Holztafeln aus der Kommunionbank eingearbeitet wurden. Die Stahlglocke aus dem Jahre 1944 wurde im September 1988 durch eine Bronze-Glocke mit einem Gewicht von ca. 320 Pfund, mit dem Ton „E“ ersetzt. Dies wurde am 11.9.1988 mit einem großen Glockenfest gefeiert.
In der Kapelle findet man Holzfiguren von einem Altar des 18. Jahrhunderts. Die Figuren der Muttergottes, des Heiligen Josef mit dem Jesuskind findet man im Chor. An den Wänden sind die Figuren des Heiligen Eligius (72 cm hoch), der Heiligen Magdalena (90 cm hoch), die Figur des Herzen-Jesu (1948 gestiftet von Helene Blum), des Heiligen Wendelinus und des Heiligen Bischofs Valentinus (jeweils 65 cm hoch). Die Figur des Valentinus ist gotisierend gearbeitet. Die Figuren sind aus dem 18. Jahrhundert. Die Stationsbilder aus dem 17. Jahrhundert kamen 1870 – 1880 von Erdorf nach Basberg. Diese sind jedoch stark renovierungsbedürftig. Hierfür fehlen jedoch die Mittel. Mit viel Eigenleistung hat die Gemeinde Basberg 2005 bis 2007 den Kapellenvorplatz und eine neue Natursandstein-Friedhofsmauer gebaut sowie die Kapelle außen umfangreich saniert und im Jahre 2010 die Dorfkapelle innen geschmackvoll renoviert.
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